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Artikel der Kategorie ‘Steuerblog’

Entfernungspauschale bei mehreren Fahrten an einem Arbeitstag

November 29, 2012 Von: Gabriele Gründling Kategorie: Steuerblog Kommentare deaktiviert

Arbeitnehmer können aufgrund berufsspezifischer Gegebenheiten oder arbeitsvertraglicher Regelungen dazu gezwungen sein, arbeitstäglich mehr als eine Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsplatz durchzuführen. Dies ist insbesondere in der Gastronomie, in Krankenhäusern, bei Ärzten sowie Bereitschaftsdiensten möglich.

In allen Fällen sin ddurch die Entfenungspauschale alle Kosten für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz abgegolten, auch wenn nach der Eigenart der geschuldeten Arbeit typischerweise zwei Fahrten arbeitstäglich anfallen. Daraus folgt: die Entfernungspauschale ist unabhängig von beruflichen Gegegebenheiten und kann arbeitstäglich nur ein Mal angesetzt werden.

Quellen: BFH Beschluß v. 11.09.2012 VI B 43/12  und Newsletter Neufang Akademie

Foto: pixelio.de/C. Nöhren

Entfernungspauschale bei einer Fährverbindung

Oktober 24, 2012 Von: Gabriele Gründling Kategorie: Steuerblog Kommentare deaktiviert

Für die Entfernungspauschale ist grundsätzlich die kürzeste Straßenverbindung zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte maßgebend. Zur Bestimmung dieser Strecke ist auch eine Fährverbindung einzubeziehen. Liebt eine Fährverbindung auf der Strecke, ist die Fahrtstrecke der Fähre selbst nicht Teil der maßgebenden Entfernung. An ihrer Stelle können die tatsächlichen Fährkosten berücksichtigt werden

 

 

Quelle: Neufang-Akademie

Foto: Paul-Georg Meister/pixelio.de

nun kommt sie definitiv – die elektronische Lohnsteuerkarte

Oktober 11, 2012 Von: Gabriele Gründling Kategorie: Steuerblog Kommentare deaktiviert

Ab 2013 kommt sie nun definitiv, die elektronische Lohnsteuerkarte. Nachdem letztmals für 2010 Steuerkarten auf Papier ausgestellt und ausgegeben wurden, wurde die elektronische Lohnsteuerkarte immer wieder verschoben, seitdem galten per se erstmal die Besteuerungsmerkmale von 2010. Da ab 2013 die Arbeitgeber Steuerklasse, Freibeträge, Zahl der Kinder etc. elektronisch abrufen, gelten die bisher auf der Lohnsteuerkarte eingetragenen Freibeträge nicht mehr. Denken Sie daran, für 2013 neue Freibeträge zu beantragen, damit Sie nicht am Monatsende eine böse Überraschung erleben. Die Formulare dazu bekommen Sie online im Formularcenter des Bundesfinanzministeriums.

Illustration: pixelio.de/Stefan Bayer

Elterngeld: Vereinfachung für die Verwaltung bringt Einbußen bei den Eltern

September 18, 2012 Von: Gabriele Gründling Kategorie: Steuerblog Kommentare deaktiviert

Für Eltern, deren Kinder ab dem 01.01.2013 geboren oder adoptiert werden, wird der staatliche Zuschuss zumeist geringer ausfallen als zuvor. Das neue Gesetz zur Vereinfachung des Elterngeldvollzugs behält zwar den Charakter der Leistung als Ersatz für das wegfallende Erwerbseinkommen bei. Dafür pauschaliert es aber die Steuern und Abgaben, um den durch die bisher aufwendige Einkommensermittlung verursachten hohen Verwaltungsaufwand zu reduzieren.

Konkret bedeutet das: Ab 2013 ist für das Elterngeld nicht mehr der durchschnittliche Nettoverdienst laut Lohnabrechnung der letzten zwölf Monate vor der Geburt ausschlaggebend. Sondern es wird vom Bruttoeinkommen ein fiktives Nettoeinkommen berechnet und ein Pauschalsatz für die Sozialversicherung abgezogen. Da das neuberechnete Nettoeinkommen in der Regel geringer sein wird, schrumpft damit auch das Elterngeld. (weiterlesen…)

Ermittlung der ortsüblichen Miete bei Objekten, für die keine Mietspiegel oder ähnliche Vergleichswerte vorhanden sind

August 17, 2012 Von: Gabriele Gründling Kategorie: Steuerblog Kommentare deaktiviert

In Fällen, in denen für Regionen im übrigen Bundesgebiet keine Mietspiegel vorhanden sind und eine ortsübliche Vergleichsmiete auch nicht auf andere Weise  ermittelbar ist (z.B. durch Nachfrage bei der Gemeindeverwaltung), kann diese zur Prüfung der verbilligten Überlassung gemäß § 21 Abs. 2 EStG nach folgender Methode ermittelt werden:

Ausgangsgröße ist die bundesdurchschnittliche Bruttokaltmiete je m2 für Wohnungen laut Mikrozensus 2006, Tabelle 14.1. Der aus der Tabelle entnommene Mietwert ist anhand des Preisindex für Mieten für jeden Veranlagungszeitraum mit einer jährlichen Steigerung um 1,15% des Ausgangswerts fortzuschreiben.

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Lebensmittelspenden sind steuerfrei

August 03, 2012 Von: Gabriele Gründling Kategorie: Steuerblog Kommentare deaktiviert

Wer als Unternehmer Waren an die Tafeln spendete, musste unter Umständen mit einer hohen Steuernachzahlung rechnen. Denn kostenlos abgegebene Lebensmittel werden als Sachspenden bewertet. Diese unterliegen der Umsatzsteuer. Dieser Mechanismus führte bei vielen Unternehmern zu Steuernachzahlungen. Hätte der Bäcker, Metzger oder Gemüsehändler die Lebensmittel hingegen in den Müll geworfen statt zu spenden, hätte er keine Steuern zahlen müssen.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass die Finanzverwaltung nun einlenkt. Werden Lebensmittel gespendet, deren Haltbarkeit abläuft, soll deren Wert auf null Euro festgesetzt werden, sodass keine Umsatzsteuer anfällt.

Quelle: Pressemitteilung Bund der Steuerzahler
Foto: pixelio.de/Andreas Hermsdorf

Instandsetzung und Modernisierung: Umfangreiche Arbeiten führen zu Herstellungskosten

Juli 27, 2012 Von: Gabriele Gründling Kategorie: Steuerblog Kommentare deaktiviert

Übliche Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen können Sie in der Regel bei Ihren Werbungskosten als sofort abziehbare Erhaltungsaufwendungen geltend machen. Solche Maßnahmen können aber auch zu einer wesentlichen Verbesserung führen, wenn sie den Gebrauchswert und das Nutzungspotential des Gebäudes gegenüber dem Zustand beim Erwerb deutlich erhöhen. Aus Steuersicht ist das ungünstig, weil der Aufwand dann nur als Herstellungskosten gemeinsam mit dem Haus über die Abschreibung abgesetzt werden kann. 

Die Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen führen dann zu Herstellungskosten statt zu Erhaltungsaufwendungen, wenn sie bei mindestens drei der Kernbereiche (Heizung, Sanitär, Elektro und Fenster) den Standard (sehr einfach, mittel oder sehr anspruchsvoll) erhöht haben.Der Beurteilung sind diejenigen Maßstäbe zugrunde zu legen, die zum Zeitpunkt des Erwerbs allgemein üblich waren, und nicht die des Baujahrs.

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Kindergartenverpflegung: Kochkünste treiben die Steuer hoch

Juni 26, 2012 Von: Gabriele Gründling Kategorie: Steuerblog Kommentare deaktiviert

Ob ein regulär zu besteuernder Dienstleistungsumsatz vorliegt oder eine Essenslieferung, für die der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 % gilt, muss die Rechtsprechung in vielen Einzelfällen klären. Gastronomen verfolgen diese Steuerstreitigkeiten häufig sehr aufmerksam, da es für sie um viel Geld geht. 

Kürzlich ist ein Unternehmer an den Bundesfinanzhof (BFH) herangetreten, der die Verpflegung in Kindergärten und Schulen übernommen hatte. Das Finanzamt hatte seine Leistungen dem regulären Steuersatz von 19 % unterworfen. Der Unternehmer hingegen wollte den ermäßigten Steuersatz anwenden, da er von einer steuerbegünstigten Essenslieferung ausging.

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Wenn der Arbeitgeber die Fortbildung zahlt

Juni 19, 2012 Von: Gabriele Gründling Kategorie: Steuerblog Kommentare deaktiviert

Bildet sich ein Arbeitnehmer auf Kosten seines Arbeitgebers beruflich fort, ist darin kein steuerpflichtiger Arbeitslohn zu sehen, wenn die Bildungsmaßnahme im ganz überwiegend betrieblichen Interesse des Arbeitgebers durchgeführt wird. 

Das Bundesfinanzministerium hat nun erklärt, unter welchen Voraussetzungen die Finanzämter eine Kostenübernahme bei Ausbildungsdienstverhältnissen und beruflichen Fort- und Weiterbildungsleistungen nicht als steuerpflichtigen Vorteil ansehen. Für Ausbildungsdienstverhältnisse gilt: 

Ist der Arbeitgeber der Schuldner der Studiengebühren, wird wegen eines unterstellten eigenbetrieblichen Interesses kein Vorteil mit Arbeitslohncharakter angenommen. Somit sind auch Gebühren eines dualen Studiums, die der Arbeitgeber als unmittelbarer Schuldner übernimmt, kein Arbeitslohn. Ist der Arbeitnehmer der Schuldner der Studiengebühren, liegt kein Vorteil mit Arbeitslohncharakter vor, wenn sich der Arbeitgeber arbeitsvertraglich zur Kostenübernahme verpflichtet hat und die übernommenen Kosten bei Kündigung des Arbeitnehmers zurückverlangen kann.

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Steuerliche Behandlung der Bezüge an Bundesfreiwilligendienstleistende

Mai 24, 2012 Von: Gabriele Gründling Kategorie: Steuerblog Kommentare deaktiviert

Bisher waren Geld- und Sachbezüge sowie die Heilfürsorge, die Soldaten aufgrund des Wehrsoldgesetztes (§ 1 Abs. 1 Satz 1 WSG) und Zivildienstleistende aufgrund des Zivildienstgesetztes (§ 35 ZDG) erhielten, steuerfrei (§ 3 Nr. 5 EStG).

Die Wehrpflicht wurde ab dem 1.7.2011 ausgesetzt und durch den Freiwilligen Wehrdienst ersetzt (Wehrrechtsänderungsgesetz 2011 (Wehrrechtsänderungsgesetz vom 28.4.2011, BGBl. I 2011, 678).

Daneben wurde der Bundesfreiwilligendienst als Nachfolger für den Zivildienst eingeführt (Bundesfreiwilligendienstgesetz vom 28.4.2011, BGBl. I 2011, 687).

Jetzt gehen Freiwilligendienstleistende künftig ein Dienstverhältnis ein.

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